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Archive for the ‘Was ist Rollenspiel’ Category

So viel gibt es dazu gar nicht zu sagen; die Bilder erzählen die Geschichte eigentlich schon ganz gut.

Am Anfang standen hastig hingekritzelte Skizzen, die mit dem grundsätzlichen „Look“ des Bogens spielten: Kästen mit Rahmen oder Linien, freie Flächen für Notizen, usw.

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Kästen mit Rahmen und ohne Linien sollten es schließlich sein. In Word ging es dann an die grobe Seitenaufteilung.

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Dann kamen erste grafische Verzierungen dazu.

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Die Word-Spielerei diente der Layouterin als Vorlage, hier im Zusammenspiel mit einer Musterlayout-Seite aus dem Booklet.

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Das Lila und die verspielten Ecken der Kästen waren dann doch etwas viel. Grün?

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Grün.

Der unterste Textkasten wird noch umbenannt in „Waffen und Rüstung“ (der Spieltest hat gezeigt, dass diese Information sichtbarer sein muss und nicht versteckt in der Auflistung der „Ausrüstung“), aber das wird dann sein.

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Feuerprobe

Das erste Testspiel ist gelaufen, und es war ein Spaß. Sie haben alle überlebt.

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Sie waren zu viert – zwei Techniker (die Leute, die für die Untertitelung, das DVD-Menü usw. verantwortlich sind), eine Redakteurin und ein Grafiker. Spielerfahrung lag nur im als „normal“ deklarierten Bereich vor; ein bisschen Risiko, Monopoly, schon seltener Siedler und Konsolenspiele (auch Wii).
Fantasy-Erfahrung: Peter Jacksons Der Herr der Ringe (die beiden Techniker auch John Milius‘ Conan der Barbar und wahrscheinlich auch so Sachen wie Der 13. Krieger, Harry Potter usw., ich habe nicht weiter gefragt) und – – – alle kannten die Scheibenwelt! Terry Pratchett ist offiziell Mainstream.
Von Rollenspiel hatten alle auch schon vorher etwas gehört, aber bestenfalls ein sehr diffuses Bild. Um es mit Hildur zu sagen:

Im Wald gelarpt…?

Wir haben als erstes Charaktere erschaffen. Dabei habe ich nichts erklärt, denn sie sollten nur anhand des Eindrucks, den sie aus dem Film gewonnen haben, und der Lektüre des Regelmanuskriptes vorgehen. Es sollen ja auch die Einsteigerqualitäten getestet werden (was sicherlich etwas unscharf bleibt, da ja keiner von die ihnen die Regeln auf Spielleiter-Niveau anwenden muss). Zwei haben den Vorschlag aus dem Buch akzeptiert, einen vorgefertigten Archetypen zu spielen – einen Ritter (Sir Roland) und eine Magierin (Morgaine). Die beiden anderen wollten eigene Figuren erschaffen – einen Waldläufer (Falinor) und einen Elfen-Barden (Gildor). Das ging ganz fix, nach 15 Minuten waren sie fertig, und die Wahl des Namens war wie immer das langwierigste. Bei dem Waldläufer habe ich nachgeholfen, das war der Name des Gastcharakters meiner ehemaligen Midgard-Kampagne, die sich ebenfalls an Einsteiger wendete.

Das Abenteuer fand in einem abgelegenen Bergkloster statt und bekam schnell eine (auch durch die Spieler forcierte) Der Name der Rose-ähnliche Atmosphäre. Ich habe einen abgeschlossenen Schauplatz und einen festen Auftrag (bringt dem Abt einen wichtigen Brief) gewählt, damit die Spieler nicht von der Freiheit einer weiten Welt erschlagen werden.

Aus dem Brief ergab sich dann eine Schnitzeljagd quer durch das Kloster, mit reichlich Gelegenheit zum Charakterspiel und Gesprächen mit den seltsamen Mönchen, Erforschungen einiger den Mönchen unbekannter Regionen und Hinterlassenschaften des Erbauers der Anlage, und gegen Ende gab es eine handfeste Invasion/Belagerung durch einen noch viel seltsameren Kult.

Wenn es um Würfelwürfe ging, habe ich keine Proben eingefordert, sondern die Spieler gefragt, wie sie die Situation bewerten und gegen welche Attribute (Talente) sie würfeln lassen würden. Das war sozusagen das SL-Trainung.

Das Kampfsystem ist noch etwas unrund (zurück ans Manuskript), aber sonst war alles ziemlich intuitiv.

Habe ich neue Rollenspieler geschaffen? Das wird die Zukunft weisen. Zumindest einer der Techniker hat sich noch am Abend zu einer Äußerung hinreißen lassen.

Das müssen wir nochmal machen.

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Lampenfieber

Heute Abend ist es also soweit. Unser kleines Einsteigersystem soll den Härtetest erfahren. Eine kleine Handvoll rollenspieltotalunkundiger Kollegen wird die Probe aufs Exempel machen und sich von mir durch ein Rollenspiel-Abenteuer leiten lassen.

Sie wissen, was sie erwartet, schließlich haben alle den Film schon gesehen (teilweise freiwillig, teilweise gezwungenermaßen, sogar mehrfach).

Der Konferenzraum, in dem sonst Produktionsmeetings abgehalten werden (und überhaupt beschlossen wurde, ein Rollenspielbooklet zu machen), wird heute seinen ersten getöteten Ork sehen…

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