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Archive for the ‘Booklet’ Category

Das Booklet ist beim Drucker. Das ist das Covermotiv:

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Die Idee hinter diesem Cover ist es,  nicht wie üblich das gespielte Sujet zu betonen, sondern das Spiel selbst. Im Film sieht man die Utensilien auf dem Spieltisch nur kurz und undeutlich. Mancher Zuschauer wird sich fragen:

Was liegt da eigentlich alles herum?

Dieses Sammelsurium von Rollenspiel-Paraphernalia soll die Frage einerseits beantworten, aber gleichzeitig Neugier wecken:

Und was macht man damit jetzt?

Das Foto war natürlich links und rechts ein wenig größer, und ehrlich gesagt dachte ich auch, dass diese Details noch im Druckbereich lägen, aber leider sind sie dem Beschnitt zum Opfer gefallen:

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Ich wollte doch meiner ehemaligen Zugehörigkeit zu diesem Traditionsverein eine Reminiszenz erweisen. Ohne meine ersten Artikel in der Windgeflüster wäre ich heute nicht hier …

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So viel gibt es dazu gar nicht zu sagen; die Bilder erzählen die Geschichte eigentlich schon ganz gut.

Am Anfang standen hastig hingekritzelte Skizzen, die mit dem grundsätzlichen „Look“ des Bogens spielten: Kästen mit Rahmen oder Linien, freie Flächen für Notizen, usw.

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Kästen mit Rahmen und ohne Linien sollten es schließlich sein. In Word ging es dann an die grobe Seitenaufteilung.

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Dann kamen erste grafische Verzierungen dazu.

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Die Word-Spielerei diente der Layouterin als Vorlage, hier im Zusammenspiel mit einer Musterlayout-Seite aus dem Booklet.

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Das Lila und die verspielten Ecken der Kästen waren dann doch etwas viel. Grün?

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Grün.

Der unterste Textkasten wird noch umbenannt in „Waffen und Rüstung“ (der Spieltest hat gezeigt, dass diese Information sichtbarer sein muss und nicht versteckt in der Auflistung der „Ausrüstung“), aber das wird dann sein.

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Feuerprobe

Das erste Testspiel ist gelaufen, und es war ein Spaß. Sie haben alle überlebt.

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Sie waren zu viert – zwei Techniker (die Leute, die für die Untertitelung, das DVD-Menü usw. verantwortlich sind), eine Redakteurin und ein Grafiker. Spielerfahrung lag nur im als „normal“ deklarierten Bereich vor; ein bisschen Risiko, Monopoly, schon seltener Siedler und Konsolenspiele (auch Wii).
Fantasy-Erfahrung: Peter Jacksons Der Herr der Ringe (die beiden Techniker auch John Milius‘ Conan der Barbar und wahrscheinlich auch so Sachen wie Der 13. Krieger, Harry Potter usw., ich habe nicht weiter gefragt) und – – – alle kannten die Scheibenwelt! Terry Pratchett ist offiziell Mainstream.
Von Rollenspiel hatten alle auch schon vorher etwas gehört, aber bestenfalls ein sehr diffuses Bild. Um es mit Hildur zu sagen:

Im Wald gelarpt…?

Wir haben als erstes Charaktere erschaffen. Dabei habe ich nichts erklärt, denn sie sollten nur anhand des Eindrucks, den sie aus dem Film gewonnen haben, und der Lektüre des Regelmanuskriptes vorgehen. Es sollen ja auch die Einsteigerqualitäten getestet werden (was sicherlich etwas unscharf bleibt, da ja keiner von die ihnen die Regeln auf Spielleiter-Niveau anwenden muss). Zwei haben den Vorschlag aus dem Buch akzeptiert, einen vorgefertigten Archetypen zu spielen – einen Ritter (Sir Roland) und eine Magierin (Morgaine). Die beiden anderen wollten eigene Figuren erschaffen – einen Waldläufer (Falinor) und einen Elfen-Barden (Gildor). Das ging ganz fix, nach 15 Minuten waren sie fertig, und die Wahl des Namens war wie immer das langwierigste. Bei dem Waldläufer habe ich nachgeholfen, das war der Name des Gastcharakters meiner ehemaligen Midgard-Kampagne, die sich ebenfalls an Einsteiger wendete.

Das Abenteuer fand in einem abgelegenen Bergkloster statt und bekam schnell eine (auch durch die Spieler forcierte) Der Name der Rose-ähnliche Atmosphäre. Ich habe einen abgeschlossenen Schauplatz und einen festen Auftrag (bringt dem Abt einen wichtigen Brief) gewählt, damit die Spieler nicht von der Freiheit einer weiten Welt erschlagen werden.

Aus dem Brief ergab sich dann eine Schnitzeljagd quer durch das Kloster, mit reichlich Gelegenheit zum Charakterspiel und Gesprächen mit den seltsamen Mönchen, Erforschungen einiger den Mönchen unbekannter Regionen und Hinterlassenschaften des Erbauers der Anlage, und gegen Ende gab es eine handfeste Invasion/Belagerung durch einen noch viel seltsameren Kult.

Wenn es um Würfelwürfe ging, habe ich keine Proben eingefordert, sondern die Spieler gefragt, wie sie die Situation bewerten und gegen welche Attribute (Talente) sie würfeln lassen würden. Das war sozusagen das SL-Trainung.

Das Kampfsystem ist noch etwas unrund (zurück ans Manuskript), aber sonst war alles ziemlich intuitiv.

Habe ich neue Rollenspieler geschaffen? Das wird die Zukunft weisen. Zumindest einer der Techniker hat sich noch am Abend zu einer Äußerung hinreißen lassen.

Das müssen wir nochmal machen.

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Lampenfieber

Heute Abend ist es also soweit. Unser kleines Einsteigersystem soll den Härtetest erfahren. Eine kleine Handvoll rollenspieltotalunkundiger Kollegen wird die Probe aufs Exempel machen und sich von mir durch ein Rollenspiel-Abenteuer leiten lassen.

Sie wissen, was sie erwartet, schließlich haben alle den Film schon gesehen (teilweise freiwillig, teilweise gezwungenermaßen, sogar mehrfach).

Der Konferenzraum, in dem sonst Produktionsmeetings abgehalten werden (und überhaupt beschlossen wurde, ein Rollenspielbooklet zu machen), wird heute seinen ersten getöteten Ork sehen…

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Einstieg in ein fantastisches Hobby

Der Laden Astrópía ist ein Paradebeispiel für freakige Fantasy-/Comic-/Spieleläden und die Leute, die sich in ihnen tummeln. Es gibt sie überall auf der Welt; sie tragen ähnlich exotische Namen wie z.B. Morgenwelt (Berlin), Orc’s Nest (London), L’Oeuf Cube (Paris), Endgame (Oakland), The Compleat Strategist (New York) oder Yellow Submarine (Tokio).

Und auf der ganzen Welt gibt es ähnliche Grüppchen wie im Film, die sich an Esstischen und in Hobbykellern in verschworene Gemeinschaften aus Elfen, Rittern und Zauberern verwandeln. In ihrer Fantasie werden Würfel zu Mantel, Schwert und Zauberstab, und sie erkunden erfundene Welten voller Drachen, Orks und dämonischen Hexenmeistern, lösen knifflige Rätsel – kurz: sie erleben große Abenteuer!

Mit diesem Büchlein können Sie sich ihnen anschließen …

Stellen Sie sich einen Tagtraum vor – aber einen mit Spielregeln.

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Unlängst tobte durch das Netz eine Diskussion über das Ende des Rollenspiels. Auslöser war ein bewusst provokanter Artikel, den Cthulhu-Chefredakteur Frank Heller für die letzte Ausgabe des Fanzines Envoyer geschrieben hat. Hier in Berlin hat er den Artikel außerdem als Grundlage für eine Podiumsdiskussion auf der Convention Odyssee genutzt.

Ich will nicht darüber reden, ob Frank Hellers Beobachtungen die objektive Situation genau treffen. Als Stimmungsbild ist der Artikel sicherlich korrekt. Es kann niemand ernsthaft anzweifeln, dass die Landschaft sich seit der Blütezeit in den Spätachtzigern stark gewandelt hat und die heute erhältlichen Rollenspiele tatsächlich weniger Exemplare verkaufen als damals. Ich habe selbst lange genug vom Verkauf von Rollenspielen gelebt, um das bezeugen zu können.

Kann Astrópía

… ein Licht sein an dunklen Orten, wenn alle anderen Lichter ausgehen?

Astrópía ist ein Fest voller Gags und Anspielungen für uns Rollenspieler. Aber das eigentliche Publikum für den Film ist das ganz normale Mainstream-Publikum, das sich für Keinohrhasen, Kevin Smith-Komödien oder Sitcoms wie Friends und Seinfeld interessiert, und eben auch fantastische Blockbuster wie Harry Potter, Eragon, Die Mumie, DaVinci-Code oder aktuell Tintenherz guckt.

Für dieses Publikum könnte der Film nicht nur die erste ernsthafte Begegnung mit dem Hobby Rollenspiel sein, sondern könnte auch noch zum Nachmachen animieren, da unser Hobby zwar als freakig, aber durchweg sympathisch und enorm Spaß machend dargestellt wird.

Nun wäre es schade, wenn dieses Interesse wirkungslos verpuffen würde, denn wer wird sich am nächsten Tag aufmachen, um einen Rollenspielladen zu suchen, geschweige denn spontan ein System zu kaufen?
Darum haben wir uns entschlossen, zusätzlich zu dem Bonusmaterial auf DVD noch ein Booklet beizusteuern: ein einfaches Rollenspiel für Einsteiger mit genug Material für die erste Spielsession.

Um nach dem ersten Abenteuer auch weitermachen zu können, werden die frischgebackenen Helden auf diese Homepage als Anlaufstelle für weitere Informationen hingewiesen. In regelmäßigen Abständen werden wir neue Kurzabenteuer als Download anbieten. In begleitenden Blogposts und Artikeln werden außerdem Aspekte der Szene vorgestellt – die Ladenlandschaft, kommerzielle Systeme, Conventions, Vereine, abgerundet durch allgemeine Tipps für Spielleiter.
Damit wird Astrópía zu einem idealen Geschenk für Leute, denen man schon immer mal erklären wollte, was Rollenspiel eigentlich ist…

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…am besten gleich zusammen mit den Der Herr der Ringe-DVDs!

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